Fachtag test!t

Der fliegende Thermobecher oder
„Wie Sie Ihren Entwicklungsprozess durch Requirements Engineering und Testing schlank, kosteneffizient und planbar machen“

Der von SCOPE Engineering organisierte 2. Fachtag test!t bringt Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Medizin-, Wehr- und Bahntechnik, Elektrizitätswirtschaft und Logistik zum Thema „Requirements Engineering und Testing“ zusammen.

Das Ziel wohl aller Teilnehmer der diesjährigen test!t: Auf der einen Seite ein zufriedener Kunde, ein Produkt, das exakt dessen Anforderungen trifft und höchste normative Ansprüche z. B. hinsichtlich funktionaler Sicherheit erfüllt. Auf der anderen Seite aber auch ein schlanker, kosteneffizienter und planbarer Entwicklungsprozess.

Doch wie ist beides gleichzeitig zu erreichen?

Ein professionelles Requirements Engineering und Testmanagement sind hierfür zentrale Werkzeuge und standen im Mittelpunkt der zweiten test!t am 18. Juni in Kiel. Die Organisatoren von SCOPE Engineering um Denise Hank hatten für die 20 Teilnehmer ein umfassendes Paket aus Experten-Know-how, Gelegenheiten zum Networking und aktiven Workshop-Elementen geschnürt. Der Ablauf orientierte sich zudem am V-Modell, das vielen aus dem Berufsalltag bekannt war und einen optimalen Wissenstransfer in die Praxis sicherstellte.

Requirements Engineering – Etablierte Vorgehensweisen vs. Neue Methoden

Am Vormittag rückte der Impulsvortrag „Die Digitale Transformation trifft jeden und alles … auch Ihr Requirements-Engineering“ von Eduard C. Groen (Fraunhofer IESE) zunächst das Requirements Engineering in den Fokus. Er informierte die Teilnehmer über die zukünftigen Anforderungen an Requirement Engineers oder besser „Digital Designers“ und gab spannende Einblicke in die Welt des „Crowd-Based Requirement Engineerings“ (CrowdRE).

Eine fiktive Kundin wünschte sich ein „Gefäß für Flüssigkeiten“. Die Teilnehmer der test!t waren nun gefordert, die Anforderungen für das Produkt zu spezifizieren. Klingt grundsätzlich simpel, doch die Kundin hatte vielseitige Ansprüche: Fliegen solle er können, mindestens 50 Jahre halten, selbstreinigend und selbstverständlich nachhaltig produziert sein.
Die Teilnehmer gingen hochmotiviert ans Werk, die Stimmung in den beiden Gruppen war gelöst und produktiv. Schlussendlich konnten sich die Ergebnisse sehen lassen: Die allgemeingültigen Regeln für Requirements Engineering wurden bereits gut eingehalten, funktionale von nicht-funktionalen Anforderungen getrennt notiert, zudem beinhaltete die Formulierung die korrekten Satzschablonen und gab keine Lösungen vor.

 

 

Während die Teilnehmer sich beim leichten, leckeren Mittagessen für die nächste Workshop-Runde stärkten und netzwerkten, machte sich eine professionelle Zeichnerin daran, Skizzen des Produktes gemäß den Anforderungen anzufertigen. Die Darstellungen standen stellvertretend für die nach dem V-Modell nun anstehende Produkt-Umsetzung. Obwohl die Anforderungen gut geschrieben waren, offenbarten sich einige Unklarheiten, die die Aufgabe der Zeichnerin zu einer Herausforderung machten und für die sie sich selbst kreative Lösungen ausdenken musste. So entwarf sie beispielsweise kleine Flügelchen, um die gewünschte Flugeigenschaft zu gewährleisten.

Die Bedeutung professionellen Testmanagements

Oftmals exakt dieselben Unklarheiten in den Anforderungen erschwerten kurze Zeit später den Teilnehmern im zweiten Workshop-Teil das Spezifizieren der Testfälle, das ganz im Sinne des V-Modells nun an der Reihe war. Der Aha-Effekt: Dort, wo die Teilnehmer detailliert mit der Kundin kommuniziert und konkrete Rückfragen gestellt hatten, waren die Anforderungen besonders treffend und vollständig: Ein klarer Appell für eine intensive wechselseitige Kommunikation!

Um schließlich sicherzustellen, dass der Kunde ein sicheres, hochwertiges Produkt gemäß seinen Anforderungen erhält, ist professionelles Testing von entscheidender Bedeutung. Daher wurde das Thema anschließend durch einen Vortrag von Axel Giernas (Experte für Requirements Engineering und Testing bei SCOPE Engineering) noch einmal vertieft: Anhand eines fiktiven Projektes schilderte er lebendig und praxisnah die Bedeutung eines professionellen Testmanagements und gab wertvolle Tipps zu seiner Umsetzung und zur Vermeidung der häufigsten Fehler im Softwaretest.

Synergieeffekte mit agilen Organisationsstrukturen

Georg Haupt (oose Innovative Informatik eG) befasste sich abschließend in seinem Experten-Vortrag mit der Entscheidungsbildung in Kleingruppen im Kontext agiler Organisationsstrukturen (Konsensbildung vs. Konsentbildung). Er stellte zudem das Modell der „Gilde“ vor, einem übergeordneten Team, das z.B. organisatorische Aufgaben (z. B. Terminorganisation, Auswahl einheitlicher Tools) oder das Testen übernimmt und so Synergieeffekte erschließt.

Nach einem Tag voller Experten-Input, Networking und praktischem Learning-by-doing machten sich die Teilnehmer auf den Heimweg. Im Gepäck: Ein umfassendes Paket an Tipps, Anregungen und Best Practice Strategien, um ihre Entwicklung schlanker, kosteneffizienter und planbarer zu machen.

3. Fachtag test!t und t(ea) talk

Die dritte test!t wird im 2. Quartal 2020 in Kiel stattfinden. Bis dahin laden wir Sie herzlich ein, an unseren t(ea) talks (Q3/Q4) teilzunehmen. Sie möchten Ihre Erfahrungen im Rahmen eines Impulsvortrages mit anderen Akteuren teilen? Sie haben Themenwünsche für einen informativen Austausch im t(ea) talk?

Wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

 

Kontakt

Denise Hank

E-Mail: hank@scope-engineering.de

Telefon: 0431 – 888 211 28

 

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